Zum Inhalt springen
Bamberg Finanz GmbH
Zur Altersvorsorge-ÜbersichtRentenlücke & Ruhestandsplanung

Rentenlücke berechnen: Was dir für den Ruhestand wirklich fehlt

Eine belastbare Rentenlücke entsteht nicht durch eine einzige Prozentzahl. Entscheidend sind dein gewünschter Lebensstandard, die Kaufkraft, gesetzliche und private Ansprüche sowie ein realistischer Blick auf Kosten und Steuern.

Lesezeit: etwa 8 MinutenAktualisiert am 31. August 2026
Kurz gesagt

Die Rentenlücke ist eine Planungsgröße – keine starre Zahl.

Eine gute Berechnung arbeitet mit mehreren Szenarien und wird regelmäßig aktualisiert. Sie zeigt nicht nur, was fehlen könnte, sondern welche Stellschrauben du heute sinnvoll beeinflussen kannst.

01

Welche Unterlagen bilden die Ausgangsbasis?

Der wichtigste Startpunkt ist eine aktuelle Renteninformation. Sie zeigt bisher erworbene Ansprüche und enthält eine Hochrechnung der möglichen Altersrente. Diese Werte sind jedoch nicht automatisch mit dem später verfügbaren Haushaltsnetto gleichzusetzen: Die Deutsche Rentenversicherung weist Bruttobeträge aus; Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern können noch abgehen. Zusätzlich gehören betriebliche und private Verträge, vorhandenes Depotvermögen, Immobilien und geplante weitere Sparraten in die Bestandsaufnahme. Erst wenn diese Bausteine gemeinsam erfasst sind, entsteht ein brauchbares Gesamtbild.

  • Aktuelle Renteninformation und Versicherungsverlauf bereithalten
  • Betriebliche und private Vorsorge vollständig erfassen
  • Depot, Immobilien und sonstiges Vermögen getrennt dokumentieren
  • Gewünschten Rentenbeginn und heutige Lebenshaltungskosten festlegen
02

So wird aus den Daten eine realistische Rentenlücke

Im ersten Schritt wird festgelegt, welches monatliche Einkommen im Ruhestand aus heutiger Sicht benötigt wird. Danach werden die voraussichtlichen gesetzlichen, betrieblichen und privaten Leistungen gegenübergestellt. Wichtig ist die gleiche Rechenbasis: Brutto darf nicht mit Netto und ein zukünftiger Nominalbetrag nicht ungeprüft mit heutiger Kaufkraft verglichen werden. Sinnvoll sind mindestens ein vorsichtiges, ein mittleres und ein günstigeres Szenario. So wird sichtbar, wie empfindlich das Ergebnis auf Inflation, Rendite, Kosten, Rentenbeginn oder Unterbrechungen der Sparrate reagiert.

  • Ziele in heutiger Kaufkraft definieren
  • Alle späteren Einkünfte auf dieselbe Basis bringen
  • Vorsichtige Annahmen für Rendite und Kosten verwenden
  • Mehrere Szenarien statt einer scheinbar exakten Zahl rechnen
03

Die häufigsten Denkfehler bei der Berechnung

Ein häufiger Fehler ist, nur das heutige Nettoeinkommen mit der Hochrechnung der gesetzlichen Rente zu vergleichen. Dadurch bleiben Kaufkraftverlust, mögliche Abgaben, bestehende private Leistungen und veränderte Ausgaben im Ruhestand außen vor. Ebenso problematisch ist eine Renditeannahme ohne Kosten oder Schwankungen. Eine Immobilienfinanzierung kann bis zum Ruhestand erledigt sein, gleichzeitig können Gesundheits-, Pflege- oder Unterstützungsaufwendungen steigen. Gute Planung dokumentiert diese Annahmen und zeigt, was passiert, wenn der Ruhestand früher beginnt oder die Sparleistung zeitweise sinkt.

  • Nominalwerte nicht mit heutiger Kaufkraft verwechseln
  • Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung mitdenken
  • Kosten und Schwankungen nicht ausblenden
  • Puffer für Lebensereignisse und einen früheren Rentenbeginn einplanen
04

Von der Rentenlücke zur passenden Sparstrategie

Aus der monatlichen Lücke lässt sich nicht automatisch ein bestimmtes Produkt ableiten. Zuerst werden Zeithorizont, Risikobereitschaft, notwendige Flexibilität und die gewünschte Form der späteren Auszahlung geklärt. Ein ETF-Depot kann andere Stärken haben als eine private Rentenversicherung, eine Basisrente oder die betriebliche Altersvorsorge. Häufig ist eine Kombination sinnvoll. Entscheidend ist, dass Sparrate, Kosten, Risiko und Entnahmephase zusammenpassen. Der Rentenlücken-Check von BF Bamberg Finanz liefert eine erste Orientierung; die belastbare Auswertung erfolgt anschließend persönlich mit professioneller Finanzsoftware.

  • Zuerst Ziel und Risikorahmen, danach Produkte auswählen
  • Spar- und Entnahmephase gemeinsam planen
  • Förderung und steuerliche Rahmenbedingungen individuell prüfen
  • Strategie regelmäßig an Einkommen und Lebensphase anpassen

Offizielle Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Ratgeber bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Renten-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prognosen beruhen auf Annahmen und können sich verändern.

Häufige Fragen

Was bei der Rentenlücke oft unklar bleibt

Persönlich statt pauschal

Lass deine Rentenlücke mit realistischen Annahmen prüfen.

Wir ordnen deine Renteninformation, bestehende Vorsorge und dein Ruhestandsziel gemeinsam ein.

Auswertung vereinbaren